Böses, böses Flash!
August 27th, 2010 by adminVor Kurzem hat eine kleine Revolution statt gefunden. Denn früher war das Textfeld der wahrhaftigste Feind des Flashers, aber nun, da Adobe ein brandneues Textrendering nachgelegt hat, nimmt Steve Jobs diesen Platz feierlich ein. Und zwar wohl verdient. Denn der tut alles, um die innovativste Webtechnologie aller Zeiten zu schwächen. Und scheitert konsequent. Böses, böses Flash. Als wir Flasher uns noch über schwammigen Text und inkomatible bitmap-fonts geärgert haben, hörte man diese Worte nur von HTML-Nerds, für die alle Designs gleichwertig waren und die genauso viel von Webexperience verstanden haben, wie ich von Pferdezucht. Das heißt, wahrscheinlich noch weniger.
Wenn man sich die Entwicklung des Internets ansieht, erkennt man dass es mehr und mehr zum Unterhaltungsmedium schlechthin mutiert. Ich persönlich begrüße das, denn mit ein wenig Glück wird es dazu führen, dass unser vor Dummheit strotzendes TV-Programm bald der Vergangenheit angehört. Internt – Unterhaltung – Flash. Passt wunderbar zusammen, nicht? Die mächtigsten Konzerne des Planeten entwickeln laufend neue Produkte und wenn es darum geht diese ansprechend (im Internet und darüber hinaus) zu präsentieren – ist Flash die Waffe Ihrer Wahl. Warum? Weil es um Unterhaltung geht, es geht um Emotionen.
Geht man noch einen Schritt weiter und sieht sich die Menschen damals und heute an, dann erkennt man, dass die Leute immer nach neuen, spannenden “Inhalten” zur Unterhaltung geschriehen und laut gejubelt haben, wann immer Sie sie bekamen. Zumindest im Übertragenen Sinne, denn von Gladiatorenkämpfen sind wir weitestgehend abgerückt. Das Internet ist die neue Arena und Flash ist sein mächtigster Gladiator. Nicht im Übertragenen Sinne, wortwörtlich. Und der wird die Waffen nicht niederlegen, weil ein paar IPhone Fans ihrem Steve alles nachquatschen, was der von sich gibt.
Ungeachtet dessen, dürfte die nächste große Revolution im Unterhaltungssektor GoogleTV werden. Kaum Werbung, keine Zeitliche Bindung und freie Auswahl – wer wird dem das Kabelfernsehen vorziehen wollen? Man kann vieles von Google behaupten, zum Beispiel, dass Sie zu mächtig geworden sind, aber eines steht fest: Wenn google etwas macht, dann richtig, ergo wählt es die besten ihm zur verfügung stehenden möglichkeiten (statt Milliarden in werbung für gleichwertiges zu investieren). Und für das Interface Ihres GoogleTV wählten Sie Flash. Sie wissen schon, warum. Und wir Flasher wissen es auch.